Woods, die Systeme und das Netz

Publié le par A_A

Die Systeme werden so sein,  dass der Mensch, indem er sie benutzt, zur Gestaltung seiner eigenen Umwelt beiträgt.


Die Systeme werden sich nicht nur auf  die üblichen drei Dimensionen beschränken, sie werden auch eine Zeitdimension haben.


Die Systeme werden flexibel genug sein, um ihre Ausdehnung und ihre Transformation im Inneren während ihrer Lebensdauer zu ermöglichen.


Die Systeme werden nach innen wie nach außen offen sein.


Die Systeme werden von Anbeginn von einer Intensität angemessener Aktivitäten geprägt sein, die der Zukunft nicht schaden werden.


Die Ausdehnung und die Art der Systeme werden evident sein oder wenigstens nachvollziehbar vom Beginn des Verstehens  der Einzelteile der Systeme an.


Das Netz wird ein hochflexibles System sein in einer Welt hoher Mobilität. Auf der Maszstabsebene, auf der heute Urbanisten arbeiten, ist es nicht mehr möglich, einen Plan großer Ausdehnung zu entwerfen, der auf den räumlichen Gegebenheiten oder auf einer definierten Komposition beruht. Selbst in dem Fall, in dem der erste Teil eines Planes realisiert wäre, würde er die Konditionen verändern und modifizieren, die den zweiten Teil des Plans  bestimmen, und durch einen retroaktiven Effekt den ganzen Plan. Das dezentrierte Netz mit seinen extrem mobilen Polen versucht auf diesen lebendigen Prozess zu antworten. Die Flexibilität wird durch die Uniformität garantiert und durch die Anfangsintensität der Aktivitäten im Netz, und zwar dergestalt, dass es egal an welchem Punkt angehängt werden kann und dass es sich selbst an Netzte wo auch immer anhängen kann. Diese Verbindungen determinieren Punkte höchster Intensität, aber die Anfangsflexibilität bleibt immer erhalten und die Verdichtungspunkte  behalten in dem Maße, wie das lebendige Netz polyzentrisch wird, ihren mobilen Charakter.


Shadrach Woods "stem", Architectural Design 1960 und 1961

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